Ökobilanz
Auszeichnungen sind das Ergebnis von drei Jahrzehnten behutsamer Aufbauarbeit der Firma Bläuel, die sich zum modernen Unternehmen mit Qualitätsmanagement, ausgefeiltem Kontrollsystem und umweltbewusster Produktion entwickelt hat. Denn vom Olivenbaum zum hochklassigen Bio-Olivenöl ist es nicht nur wegen des felsigen Untergrunds der kargen Landschaft am Fuße des Taygetos-Gebirges am Südpeloponnes ein „steiniger Weg“. Um diesen zu ebnen, berät die Fa. Bläuel über 300 an dem Projekt beteiligte Biobauern in wichtigen Fragen wie Baumschnitt, Düngung, Parasitenkontrolle sowie Vor- und Nachbehandlung der wertvollen Bäume.
Um zu den Besten zu gehören, braucht es ein ökologisch-ökonomisches Gesamtkonzept bestehend aus modernem Management-Know-How, umweltbewusster Produktion und ausgefeilter Transportlogistik. So wurde neben den firmeninternen Überwachungs- und Qualitätssicherungsmechanismen unter der Leitung von Mani-Agraringenieur Nikos Mavroidis gemeinsam mit der in Athen ansässigen EU-Zertifizierungsstelle Bio-Hellas ein detailliertes Monitoring- und Kontrollsystem ausgearbeitet. Es garantiert die lückenlose Überwachung der Bio-Olivenölherstellung vom Anbau, der Kaltextraktion (unter dem Einsatz der traditionellen Granitsteine) über die Lagerung in Edelstahltanks bis zur Abfüllung in Glasflaschen mit Lichtschutz, in denen der einzigartige Geschmack und das besondere Aroma optimal erhalten bleiben.
38 % der Treibhausgas-Emissionen der Landwirtschaft entstehen durch den Einsatz von Düngemitteln. Das Bio-Oliven-Anbauprojekt umfasst in den Regionen Massinias und Lakonia 1.500 ha, auf denen mehr als 340.000 Olivenbäume von über 300 Landwirten betreut werden. Durch den biologischen Anbau entfallen hier der Einsatz von 2.200 Tonnen chemischem Dünger, 32.400 kg Herbiziden und 205 kg Insektiziden-Konzentrat. Statt künstlicher Bewässerung und chemischer Bomben wachsen die Bäume weiter in ihrer natürlichen Umgebung, nicht in Monokulturen in denen die Bäume in Reih und Glied und damit ohne ihr natürliches Versorgungssystem mit Nährstoffen stehen.
Ebenso achtet das Unternehmen darauf, mit den natürlich Ressourcen der Region möglichst schonend umzugehen. So wurde auf dem Dach der neu gebauten Abfüllhalle eine Photovoltaik-Anlage installiert, die fast zur Gänze den jährlichen Strombedarf von 30.000 kWh abdeckt. Und da Wasser in Griechenland ein fast ebenso kostbares Gut wie das Olivenöl ist, wird das Regenwasser über die Dachflächen in einer alten Zisterne gesammelt. Damit kann der Betrieb die Hälfte des pro Jahr benötigten Brauchwassers selbst mit natürlichen Ressourcen abdecken, ohne das rare Grundwasser anzapfen zu müssen.
Zum umweltbewussten Gesamtkonzept gehört auch die Transportlogistik: Der durchschnittliche Transportweg für Lebensmittel beträgt hierzulande für Waren aus Österreich 700 LKW-Kilometer, für Waren aus Deutschland 1.700 km. Da unsere Produkte den größten Teil der Strecke (von Patras nach Venedig) mit dem Schiff nach Österreich gebracht werden und die Auslieferung mittels ÖBB Rail Cargo erfolgt, kann die Fa. Mani für den Transport aus Südgriechenland bis zum österreichischen Endverbraucher die LKW-Kilometer auf rund 750 reduzieren.
Das Wichtigste ist aber der Mensch und seine Umwelt: Das Mani-Olivenölprojekt konnte die Landflucht in dieser Region stoppen: Durch das gesicherte Einkommen für 300 Landwirte blieben 1.000 Menschen in diesem Gebiet. Dadurch wird eine uralte Kulturlandschaft weiter gepflegt, das neue Leben in den Dörfern gibt auch der Jugend eine Perspektive und einen Grund, hier zu bleiben. Darüber hinaus ist die Fa. Mani mit 40 Mitarbeitern der größte Arbeitgeber der Region.
Das Ergebnis all dieser Bemühungen kommt nicht nur der Umwelt zu Gute, sondern kann sich auch riechen und schmecken lassen: Bei der internationale Leitmesse für qualitativ hochwertige Bioprodukte, der Bio-Fach in Nürnberg (17. bis 20. Februar 2010, 2.557 Aussteller, fast 45.000 Facheinkäufer aus 121 Ländern) wurden die 80 besten eingereichten Bio-Olivenöle blind verkostet. Der Sieger? Natürlich Mani®-Bio-Olivenöl.
Denn beste Qualität kann man auch blind erkennen.

