Fa. Mani Bläuel GmbH

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Positiver Effekt der Mani® Bio-Olivenölcreme

Motivation der Studie war herauszufinden, ob die Mani® Bio-Oliven Creme anti – inflammatorische (entzündungshemmende) Eigenschaften hat und zur schnelleren Wundheilung beiträgt. Bei Behandlung von leichten Verbrennungen mit dieser Creme ist aufgefallen, dass der Schmerz schnell nachlässt und die Haut sich schneller regeneriert.

Aus diesem Grund hat die Firma Bläuel in Zusammenarbeit mit alchemia-nova und Unterstützung der österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft mbH beschlossen, diesen Erfahrungswert zu überprüfen. Eine Studie von alchemia-nova kann in diesem Auftragsumfang auf keinem Fall einer klinischen ähnlich kommen und eine Bewertung auf heilende Eigenschaften kann nicht zu medizinischen Zwecken erfolgen. Für die Ausführung der Wundheilungsbestimmung kamen zwei Methoden als messbare Größen zur Auswahl. Die eine verwendet optische Unterschiede z.B. gibt es das Mexameter®, das Erytheme (Hautrötungen) mit Lichtsensoren quantifizieren kann.

Auf der anderen Seite gibt es den transepidermalen Wasserverlust und das Tewameter®
zur Beweissicherung, das auf Feuchtigkeitsverdunstungsanstieg von verletzten Hautstellen
basiert. Nach einiger Literaturrecherche schien uns zweitere Methode als sinnvoller für
den spezifischen Versuchsaufbau, da eine direkte Abnahme des Wertes mit einer Wundheilung korreliert. Es sollten mindestens 16 Probanden getestet werden. Das zu verwendende Hautirritans wurde nach kurzer Literaturstudie mit dem Tensid Natriumlaurylsulfat gefunden. Die Konzentration konnte auf Literaturwerten basierend für diese Arbeitsbedingungen anhand von empirischen Werten angepasst werden.

Zusammenfassung

Olivenöl wird unter vielen Aspekten als förderlich für die Gesundheit und einer langen
Lebensdauer angesehen. Wertvolle Inhaltsstoffe dieser Ölfraktion der Oliven können auch
über die Haut aufgenommen werden und dort z.B. für einen Heilungsprozess positiv
fungieren. Es wurde eine Studie mit 23 Probanden durchgeführt, die diesen Aspekt der Wirksamkeit untersuchen sollte. Dazu wurde eine Hautreizung mit Natriumlaurylsulfat induziert
und gegen den Nullwert nach einem und vier Tagen mittels Tewameter®, das den transepidermalen Wasserverlust misst, ausgewertet. Die Mani® Bio-Olivenölcreme hat eine positiv unterstützende Wirkung bei leichten und stumpfen Reizungen der Hautoberfläche.

Materialien und Methoden

Transepidermaler Wasserverlust
Die Versuchsreihen wurden mit dem Tewameter®TM 300 von Courage & Khazaka Electronic GmbH zur Messung des transepidermalen Wasserverlustes (TEWL), durchgeführt.
Er wird berechnet in Gramm Wasserverlust pro Quadratmeter pro Stunde [g/hm2]. Die
Sonde besitzt zwei Sensorpaare, die in verschiedenen Abständen jeweils Luftfeuchte und
Temperatur messen. Über den Gradienten wird der TEWL automatisch berechnet. Das
Messprinzip beruht auf der ständigen Transpiration von Wasserdampf über das Stratum
corneum, der äußersten Schicht der Epidermis. Bereits leichte Schädigungen der Haut
erzeugen einen erhöhten TEWL.

Probanden
Nach Ankunft der Testpersonen wurde jeweils eine zumindest 15-minütige Ruhepause
im klimastabilen Raum vorgesehen. Alle Probanden waren aufgefordert einen Fragebogen
auszufüllen und die Deklaration von Helsinki durchzulesen und dieses auch zu unterschreiben.
Diese Deklaration beschäftigt sich mit den Ethischen Grundsätzen für die
medizinische Forschung und gilt als Standard für wissenschaftliche Studien am Menschen.
Eine Seite des Fragebogens war für Ablauf, Anforderungen und Unterschrift bestimmt
wohingegen drei weitere Seiten neben Gemütszustand und Wetterlage nach Haut- und
Applikationsspezifikation fragten. Es waren 23 Probanden, 12 Männer und 11 Frauen an
der Studie beteiligt mit einem Durchschnittsalter von 27,96 Jahren (zwischen 21 und 60 Jahren).

  

Messung
Jeder Messung voran wurden die bestimmten Hautstellen auf dem Unterarm mit 40%iger
ethanolischer Lösung (Ethanol von Merck) verdünnt mit abgekochtem Wasser, gereinigt.
Abgekochtes Wasser wurde auf Empfehlung der Kosmetikerin verwendet anstelle von
destilliertem Wasser.

  

Die erste Messung ermittelte den Nullwert auf unverletzter Haut.
Die Hautreizung wurde mit Natrium Lauryl Sulfat (SLS) von Merck in zwei Konzentrationen
durchgeführt, analog zu der Tageszeit der erstmaligen Sitzung der Probanden.
Für die stärkere Konzentration der SLS Verdünnung wurden fünf Stunden Verweilzeit der
Epikutanpflaster empfohlen und für die niedrigere Konzentration 15 Stunden, danach Abwaschen mit klarem Wasser. Dieser Anleitung folgten leider nicht alle Probanden genau
und eine Überreizung war die Folge. Sieben Minuten nach der Hautreinigung wurden auf
vier Kammern der Epikutanpflaster Curatest® von Lohmann & Rauscher pro chamber
50ml SLS Lösung aufgetragen und fünf cm unterhalb der Armbeuge aufgebracht.

Die Sonde des Tewameters wurde auf annähernd Körpertemperatur erwärmt und auch
einige Sekunden auf der Hautoberfläche des Probanden belassen bevor erste Werte aufgezeichnet wurden. Pro Messserie wurde jeder dieser Punkte viermal gemessen und zusammen
mit der korrespondierenden Hautstelle gemittelt.

Am nächsten Tag folgte die zweite Messung, welche als Grundwert für den dritten
Vergleichswert nach erfolgter Behandlung herangezogen wurde. Den Probanden wurde
aufgetragen, nicht zu baden, keine anderen Hautcremen oder dergleichen auf den Armen
aufzubringen, die Unterarme nicht direkter Sonneneinstrahlung zu exponieren sowie
immer nur zwei der vier Stellen pro Arm mit den jeweiligen Cremen zu behandeln um
immer auch einen Vergleich messen zu können. Es wurde ihnen nicht mitgeteilt welche
der beiden Cremen die Mani® Bio-Oliven Creme ist und welche die einfache selbst angerührte Basiscreme. Diese Basiscreme bestand aus 70% destilliertem Wasser, 25% Tafelöl und 5% Polyglyceryl 3-Stearat als Emulgator und wurde unter Erwärmung mit dem Ultra Turrax Xenox 40/E hergestellt, der Fetttropfen sehr fein in die Wasserphase emulgiert.
Zeitweise war eine erfahrene Kosmetikerin anwesend, die Rötungsgrad, -entstehungen
und -behandlungen, Hauttypen und -eigenschaften, Naturkosmetik und dessen Applikationseigenheiten erläuterte und die Probanden anhand ihrer Erythemen beurteilte.
Etwa die Hälfte der Probanden erlitt Erytheme mit Ödemen oder Fissuren kombiniert.
Bei einer Probandin trat eine allergische Reaktion mit starker Ödembildung und
Exsudation bis zum letzten Probetag auf, dass wir eine Desinfizierung mit Povidon-Iod
durchgeführt haben.

Diskussion
Die Ergebnisse zeigen einen positiven Effekt der Mani® Bio-Olivenölcreme auf leicht gereizte Haut. Somit könnten auch leichte Verbrennungen, wie eingangs erwähnt mit dieser
Creme behandelt werden. Nicht empfehlen können wir diese Creme in der vorliegenden
Zusammensetzung bei stärkeren oder gar offenen Wunden, wobei ein Einsatz nach erster
erfolgter Wundtrockenheilung ohne Applikation und somit keiner Behinderung der Stra-
tum corneum nicht zu widersprechen ist. Für eine signifikante Sicherheit dieser Aussage
müsste man die Probandenzahl stark vergrößern und die Studie klinisch durchführen. Auch manche ätherische Öle haben einen besseren Heilungseffekt als andere, die sogar hautreizend wirken können. Diese Komponenten tragen auch wesentlich zum Wohlgeruch der Hautcreme bei.